Die große Leonidas-Bühne zum letzten Mal im Salzburg Airport.
Die Planungen für die Leonidas-Gala am 9. April laufen seit Tagen schon auf Hochtouren. Die prestigeträchtigste Sportehrung im Land braucht Konzepte, die bis ins letzte Detail ausgefeilt sind. Das ist seit Jahren so. Das ist auch ein Puzzleteil des Erfolgskonzepts. Es gilt, nicht nur 800 geladene Gäste über zweieinhalb Stunden zu unterhalten, es gilt, die eingeladenen und honorigen Sportlerinnen und Sportler bei einem gedrängten Zeitplan nach Salzburg zu bringen – nicht immer leicht, denn viele Aktive, vor allem im Wintersport, wollen Anfang April ihren wohlverdienten Urlaub in Angriff nehmen.
Trotzdem ist bei der Leonidas-Gala 2026 das Who’s who des Salzburger Sports vertreten – garniert mit vielen Sportgrößen auch außerhalb unseres Bundeslandes. Und es gibt für viele nach einer langen Saison einiges zu besprechen. Wie meinte einmal der Leonidas-Seriensieger und Skisprungass Stefan Kraft: „Wir freuen uns alle bei der Leonidas-Feier, wenn wir zusammenkommen und in Ruhe quatschen können.“
Die SN-Marketingabteilung unter Christian Lassner ist wie jedes Jahr gefordert: Die grobe Einteilung der zahlreichen Tische im Terminal 2 des Salzburg Airport ist vorgenommen, der kulinarische Ablauf und die Künstlerauftritte sind festgelegt. Minutiös wird die Gala geplant, seit wenigen Tagen liegen die Ablaufpläne vor zur Unterstützung für alle Verantwortlichen und die Moderatoren.
Apropos Moderation: Im Vorjahr standen noch ORF-Kommentatorin Alexandra Meissnitzer und ServusTV-Starmoderator Christian Brugger auf der Bühne – nach ihrem Engagement beim Internationalen Skiverband FIS hat die Skilegende ihre Leonidas-Agenden ad acta gelegt. „Dennoch bin ich stolz, dass ich fünf Jahre den Leonidas moderieren durfte“, so Meissnitzer.
Wer wird die Neue an der Seite von Brugger 2026 sein? So viel sei verraten: Es wird wieder eine Frau sein und ihr Gesicht ist aus dem TV bekannt. „Im Fußball würde man sagen: Uns ist ein Sensationstransfer gelungen“, so Lassner. Er war in Sachen Austragungsort der Leonidas-Gala zuletzt ohnehin gefordert: Wegen eines Umbaus steht der Terminal 2 im Salzburg Airport im nächsten Jahr nicht zur Verfügung – die Leonidas-Karawane wird deshalb ins Salzburger Messezentrum weiterziehen. Viele Details könnten übernommen werden, „wir müssen uns nicht neu erfinden“, so der Marketingexperte Lassner.
Was bleibt, sind auch viele legendäre Momente, für die der Leonidas seit 2008 steht. Die SN-Sportlerwahl gibt es ja seit 1984 – in diesem Jahr wurden die heutige ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober (vormals Steiner) und Hans Enn Sportlerin bzw. Sportler des Jahres. Jedes Jahr begeistert der Preis für das Lebenswerk, der von der Sportredaktion vorgeschlagen wird, die Gäste im Saal. Seit 2007 wird der Preis an außergewöhnliche Sportpersönlichkeiten, immer garniert mit vielen Emotionen, vergeben. Damals an Österreichs Jahrhundertsportlerin Annemarie Moser. Wie im Vorjahr, als zwei Skiköniginnen ihren großen Auftritt auf der Bühne hatten: Die Schweizer Skikönigin Lara Gut-Behrami übergab ihrer Freundin Anna Veith mit rührenden Worten den so begehrten Löwen.
Der Leonidas ist und bleibt ein Hingucker für alle – er ist es, um den sich auch am 9. April beim glanzvollen Abend des Salzburger Sports wieder alles dreht. Der Löwe, ins Leben gerufen von den „Salzburger Nachrichten“, ist zur Marke geworden. Ob Gold, Silber, Bronze für Sportlerin, Sportler und Trainer – oder in etwas kleinerer Variante für den Rookie des Jahres.



SN Redaktion Sport
Richard Oberndorfer
Titelfoto ©SN/Christian Sprenger


