Olympia kann kommen
Die nordischen Aktiven haben in dieser olympischen Saison bisher die herausragenden Ergebnisse geliefert. Langläuferin Teresa Stadlober, die ÖSV-Adler Jan Hörl und Lisa Eder oder die nordischen Kombinierer Stefan und Thomas Rettenegger prägten die internationalen Schlagzeilen im Wintersport. Das lässt hoffen auf die Olympischen Spiele in Cortina und Mailand, die am 6. Februar eröffnet werden. Der Hunger auf Edelmetall beim größten Sportereignis der Welt ist groß geworden. Für die Leonidas-Sportlerwahl haben sich die fünf längst in Stellung gebracht.
Teresa Stadlober, bei den Spielen von Peking 2022 schon mit Bronze über 15 km Skiathlon dekoriert, will in Tesero im Val di Fiemme nachlegen. Und die Vorzeichen stehen gut: Mit dem nie für möglich gehaltenen zweiten Platz bei der Tour de Ski hat die Radstädterin einen großen Boost für den Saisonhöhepunkt bekommen. Die 32-jährige routinierte Langläuferin weiß aber auch, auf was es bei Olympia ankommt: „Solche Erfolge geben natürlich viel Selbstvertrauen, aber Olympia kommt eben nun einmal alle vier Jahre und man muss am Tag X voll performen“, so Stadlober, die die Langlaufloipen bei Olympia 2026 zu ihren Lieblingsschauplätzen zählt. „Ich mag das Stadion, ich mag die Strecken, sie sind sehr schwer, noch einmal schwerer als damals in Peking.“
Längst sind die Skispringer zu den regelmäßigen Medaillenhamsterern bei Olympia geworden. Diese Serie könnte sich in Italien fortsetzen. Zwei Salzburger Aktive haben sich diese Saison bisher besonders hervorgetan: Lisa Eder und Jan Hörl. Bei der Saalfeldnerin ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie sich den ersten Weltcupsieg holt – oder soll der erste Sieg gleich mit Gold versüßt werden? Erst vergangenes Wochenende war die 24-Jährige zum vierten Mal hintereinander Zweite hinter Dominatorin Nika Prevc geworden und meinte nachher: „Es wird schon irgendwann kommen“, so Eder, die mitten in der Weltklasse angekommen ist.
©SN/GEPA | Lisa Eder
Ihr Landsmann Jan Hörl aus Bischofshofen hat ihr schon eine Olympiamedaille voraus. In Peking hatte der Pongauer bereits eine Goldene im Teambewerb geholt. Bei der Vierschanzentournee musste sich der 27-Jährige nur dem Überflieger Domen Prevc geschlagen geben. Und: Bei der Olympia-Generalprobe in Zakopane gewann Hörl den neuen Superteam-Bewerb zusammen mit Stephan Embacher überlegen. Der Leonidas-Goldene 2025 meinte danach mit einer Kampfansage an die Gegner: „Vieles ist ausgemerzt, es macht wieder Spaß.“
Sein Vorgänger als Salzburgs Sportler des Jahres, der sechsfache Leonidas-Gewinner Stefan Kraft, hat sich offensichtlich für Olympia einiges aufgespart. Der frischgebackene Familienvater ist aber ein Springer für die großen Wettkämpfe. Zudem sorgt die neu gebaute Schanze in Predazzo für einen offenen Schlagabtausch.
Ein Fall für die Familie könnten die nordischen Bewerbe bei Olympia im Val di Fiemme werden: Stefan und Thomas Rettenegger haben sich im Weltcup gehörig in Szene gesetzt und beide könnten zusammen mit dem Weltcupführenden Johannes Lamparter zum Olympia-Trio des ÖSV werden. Stefan war schon Leonidas-Rookie 2021.
©SN/GEPA | Jan Hörl
SN Redaktion Sport
Richard Oberndorfer
Titelfoto ©SN/GEPA


